Stammdaten

Bevor myWMS LOS komplett in Betrieb genommen werden kann, muß es mit geeigneten Stammdaten versehen werden. Diese Stammdaten sind die Basis für die Abläufe.
Sie dürfen nur von Anwendern mit der Rolle 'Admin' geändert werden.
Die Dateneingabe und -pflege liegt beim Kunden und wird durch ihn an seine individuellen Anforderungen angepasst. 

1. Einrichten von Stammdaten

Zu Einrichten der Stammdaten gehen sie bitte der Reihe nach vor. Zwischen den verschiedenen Stammdaten gibt es Abhängigkeiten, die eingehalten und eingegeben werden müssen. Informieren Sie sich zunächst an dieser Dokumentation darüber, was alles erforderlich ist. Anschließend definieren Sie Stammdaten am besten in der hier beschriebenen Reihenfolge. 

2. Programm-Stammdaten

2.1. Rollen

Die Vergabe von Berechtigungen im System wird über ein Rollenkonzept gesteuert. Bei diesem Konzept sind einer Rolle bestimmte Berechtigungen zugeordnet.
Einem Benutzer werden wiederum eine oder mehrere Rollen zugeordnet, dessen Berechtigungen er damit erhält.

Nachstehende Tabelle zeigt eine Übersicht über die von myWMS definierten Rollen.

Rollenname

Wem zugeordnet

Berechtigungen

Admin

System Administrator

Alles

Inventory

Sachbearbeiter

Ausführen bestandsverändernder Funktionen

Operator

Lagermitarbeiter

Wareneingang / Warenausgang / Transportieren von Lagereinheiten

Foreman

Lagermeister

Weitergehende Berechtigungen für das operative Lagergeschäft

Clearing

 

Bearbeiten von Klärungsfällen

Eine Detailliste der Rollen finden Sie hier als PDF.

Spezielle Dialogberechtigung - Admin
Entitätenexplorer (BOEditor)
CRUD Operationen direkt auf dem selektieren Datensatz über die Buttons Erzeugen, Bearbeiten und Löschen im Detail-Fenster der Abfrage 

2.2. Mandanten

Die Funktionalität der Mandanten ist im Sinne von „Ein Lager mit einem verantwortlichen Betreiber und mehreren Großkunden“ implementiert.
Der Systemmandant (Betreiber) hat alle Berechtigungen. Er kann auch uneingeschränkt mit den Daten aller Mandanten arbeiten.

Ein Großkunde (einfacher Mandant) darf nur mit „seinen“ Daten arbeiten. Die Daten der anderen Mandanten sind für ihn nicht einsehbar.
Bei den „privaten“ Daten eines Mandanten handelt es sich beispielsweise um Materialien, Lagerplätze, Bestände und Aufträge.
Es gibt auch Nicht-Mandanten bezogene Stammdaten. Hierbei handelt es sich um generelle, das Lager betreffende Stammdaten. Diese sind für alle Mandanten einsehbar, können aber nur vom Systemmandanten gepflegt werden.
Die Mandanten-Steuerung kann auf verschiedene Weisen eingesetzt werden.

a) Nur ein Systemmandant.
Damit entfällt praktisch die Funktionalität. Der Overhead ist aber auch nicht gegeben.

b) Mehrere Mandanten, alle Benutzer sind dem Systemmandanten zugeordnet.
Es können Materialien und Bestände der verschiedenen Mandanten auseinander gehalten werden. Die Bearbeitung der Lagerprozesse kann aber von jedem Mitarbeiter vorgenommen werden.
Durch die optionale Definition von Mandanten-bezogenen Lagerplätzen kann auch die physische Lagerung der Materialien auseinander gehalten werden.

c) Mehrere Mandanten, es gibt auch dem Mandanten zugeordnete Benutzer.
Nicht nur die Materialien und Bestände der Mandanten sind getrennt, sondern auch die Bearbeitungsprozesse. Ein einfacher Mandant darf nur „seine“ Vorgänge bearbeiten und „seine“ Daten einsehen.
Diese Option ist interessant, wenn z.B. einem Großkunden ein direkter Einblick in das System gewährt werden soll, er aber nicht Einblick in die Daten anderer Mandanten haben soll.
Mischformen mit Option b) sind auch möglich. 

Beschreibung der Felder:
Name: Name des Mandanten.
Kennung: Kennung des Mandanten.
Nummer: Nummer des Mandanten. Dieses Feld wird in den abhängigen Datensätzen angezeigt.
System-Mandant: Dieses Flag ist für den einen System Mandanten gesetzt.
Telefon, Email, Fax: Adressdaten des Mandanten. Nur zur Info.

2.3. Benutzer

Das System verwaltet alle Zugriffe unter einem Benutzerkonto. Um auf die Daten des Systems zuzugreifen oder irgendwelche Aktionen zu starten, ist eine Identifikation nötig. Derzeit wird die Authentifizierung über Benutzername und Kennwort angeboten.
Durch die Zuordnung eines Benutzers zu einem Mandanten werden Zugriffsberechtigungen (siehe Mandanten) gesteuert. 

Beschreibung der Felder:
Vorname, Nachname, Telefon, Email: Adressdaten des Benutzers. Nur zur Info.
Länderkennung: Sprachcode, der bei der Darstellung der Programmoberfläche verwendet wird
Name: Der Anmeldename. Dieser Wert wird zur Anmeldung am System eingegeben.
Passwort: Das Passwort des Benutzers. Es wird in dieser Ansicht MD5-verschlüsselt dargestellt. Beim Editieren wird das Passwort als Klartext eingegeben und beim Speichern automatisch verschlüsselt.

2.4. System Parameter

Mit den Systemparametern werden bestimmte Eigenschaften des Systems konfiguriert. Die Systemparameter sind Mandanten- und Arbeitsplatz-bezogen. D.h. bestimmte Eingenschaften können für einen Mandanten oder auch für einen Arbeitsplatz separat eingestellt werden.
Zum Beispiel ist der Vorgabewert für den Wareneingangsplatz in einem Systemparameter hinterlegt. Damit kann eingestellt werden, dass auf dem Terminal an Rampe 1 dieses Tor eingetragen wird, während auf dem Terminal an Rampe 1 das andere Tor vorgeschlagen wird.

Beschreibung der Felder:

Mandant
: Der Systemparameter ist einem Mandanten zugeordnet. Systemparameter des Systemmandanten stehen auch für andere Mandanten zur Verfügung.
Schlüssel
: Der Schlüssel des Parameters. Dieser ist nur zusammen mit den Feldern Mandant und Arbeitsplatz eindeutig.
Wert
: Der Wert des Parameters.
Arbeitsplatz
: Der Arbeitsplatz, für den der Parameter gilt. Für jeden Parameter gibt es den Standard-Arbeitsplatz 'DEFAULT'.
Beschreibung
: Ein optionaler beschreibender Text

2.5. Jasper Reports

Als Standard-Werkzeug zur Erstellung von Reports verwendet myWMS Jasper-Reports. Die zur Generierung eines Reports benötigten Formulare oder Layouts werden in der Datenbank angelegt.
Die Reports sind Mandanten-abhängig. D.h. für jeden Mandanten kann ein eigenes Layout hinterlegt werden. Zu jedem Layout muss auch ein Eintrag für den System-Mandanten existieren. Dieses wird verwendet, wenn kein anderes Layout hinterlegt ist.
Die Reports werden als XML Dateien eingelesen (Jasper-Reports JRXML). Diese werden anschließend einmalig kompiliert und in kompilierter Form in der Datenbank abgelegt.
Beim Aufruf des einzelnen Reports ist kein erneutes kompilieren notwendig.
Beachten! Die Report-Definition richtet sich nach der eingesetzten Version von Jasper-Reports. Als Compiler muss 'Java' angegeben sein. Subreports oder andere Verfahren, die ein nicht eindeutiges Layout bewirken, werden nicht unterstützt.
Der Dialog zeigt die verfügbaren Reports.

Beschreibung der Felder:
Mandant: Der Report ist einem Mandanten zugeordnet. Reports des Systemmandanten stehen auch für andere Mandanten zur Verfügung.
Name: Der Name des Reports. Dieser ist zusammen mit dem Feld Mandant eindeutig.
Quelle: Die Report-Definition (jrxml) ist eingelesen und gespeichert.
Kompiliert: Der Report wurde erfolgreich kompiliert und kann verwendet werden. 

3. Lager-Stammdaten

3.1. Zonen

Mit den Zonen werden besondere Anforderungen der Lagerung von Material abgebildet. Die Zone wird sowohl dem Lagerplatz als auch dem Material zugeordnet. Bei der Platzsuche wird diese Zuordnung berücksichtigt und nur ein Platz in der passenden Zone vorgeschlagen. 

Eingesetzt wird die Zoneneinteilung z.B. für

  • ABC-Klassifizierung
  • Gefahrgut
  • Kühlware 

Beispiel:
Das Lager ist in A- B- und C-Zone aufgeteilt.

Definieren Sie zunächst die Zonen. Anschließend können Sie diese bei der Einrichtung der Lagerplatzstammdaten und Artikelstammdaten den Datensätzen zuordnen oder mit den Importdateien zusammen einlesen. 

3.2. Lagerplatzgruppen

Die Lagerplatzgruppen unterstützen bei der räumlichen Einteilung des Lagers.
Sie fassen Lagerplätze mit gleichen (räumlichen) Eigenschaften zusammen. In den Abeitsbereichen wird dann nur auf die Lagerplatzgruppen verwiesen.

3.3. Funktionsbereiche

Die Funktionsbereiche bilden zunächst eine logische Einteilung des Lagers ab. Anhand der Verwendungs-Einstellungen wird ihm eine gewisse Funktionalität mitgegeben.Jeder Lagerplatz muss einem Funktionsbereich zugeteilt sein.

Beschreibung der Felder:
Name: Ein eindeutiger Bezeichner.
Lager: Es dürfen komplette LHMs ein- und umgelagert werden.
Reserve: Das Material steht für Nachschub zur Verfügung.
Kommissionierung: Das Material steht für die Kommissionierung zur Verfügung.
Wareneingang: Verwendung für Wareneingang.
Warenausgang: Verwendung für Warenausgang.
Transfer: Übergabeplätze

3.4. Arbeitsbereiche + Positionen

Die Arbeitsbereiche bestimmen die Orte, an denen nach automatisch zuteilbaren Aufträgen gesucht wird. Z.B. Auftragsvergabe in einem Staplerleitsystem.
Hinter jedem Arbeitsbereich liegt eine Liste von Lagerplatzgruppen. Zuteilbare Aufträge müssen auf Lagerplätze mit den entsprechenden Gruppen basieren.
Da die Arbeitsbereiche auf den Lagerplatzgruppen basieren, müssen alle Lagerplätze zu  Guppen zugeordnet sein. Aufträge, die auf Plätze ohne Lagerplatzgruppe verweisen  können nicht bearbeitet werden.

3.5. LHM-Typen

Jedes Ladehilfsmittel ist einem Ladehilfsmittel-Typ (LHM-Typ) zugeordnet. Die LHM-Typen beschreiben allgemeine Eigenschaften des Ladehilfsmittels, wie z.B. Abmessungen oder Leergewicht.
Anhand dieser LHM-Typen wird u.A. die Belegung der Lagerplätze gesteuert.
Seien Sie bitte zurückhaltend mit der Definition verschiedener Typen. Es gibt Einschränkungen, dass z.B. nur identische LHM-Typen auf einem Lagerplatz gelagert werden dürfen. Sind zu viele verschiedene LHM-Typen definiert, kann der Lagerplatz nicht mehr optimal genutzt werden.

Beschreibung der Felder:
Name: Ein eindeutiger Schlüssel.
Höhe, Breite, Tiefe: Die Abmessungen. Nur zur Info.
Gewicht: Das Leergewicht des LHMs

3.6. Lagerplatz-Typen

Jeder Lagerplatz ist einem Lagerplatz-Typ zugeordnet. Die Lagerplatz-Typen beschreiben die verschiedenen physischen Lagerplätze.
Über den Lagerplatz-Typ werden die Strategien bestimmt, mit denen der Lagerplatz behandelt wird. Z.B. wird die Belegung des Lagerplatzes mit dem Lagerplatz-Typ eingestellt.

Beschreibung der Felder:
Name: Ein eindeutiger Schlüssel.
Höhe, Breite, Tiefe: Die Abmessungen. Nur zur Info.
Tragkraft: Das maximal zulässige Gewicht.

3.7. Belegungsregeln

Die Belegungsregeln steuern die Belegung der Lagerplätze. Hierzu stellen sie den LHMTyp mit dem Lagerplatz-Typ in Verbindung.
Geben Sie in diesem Dialog ein, wie viel Prozent des Lagerplatzes von einem LHM belegt wird.
Sind für einen Lagerplatztyp keine Beschränkungen angegeben, können alle LHM-Typen darauf gelagert werden. Das ist wichtig für die Einrichtung von Systemplätzen oder Übergabeplätzen.

Beschreibung der Felder:
Typ des Lagerplatzes: Ein eindeutiger Schlüssel.
Typ des Ladehilfsmittels: Die Abmessungen. Nur zur Info.
Typ: Das Verfahren zur Lagerplatzbelegung
• LHM-Typ rein. Auf dem Platz stehen nur gleiche LHM-Typen
• LHM-Typ gemischt. Auf dem Platz stehen verschiedene LHM-Typen
Belegung: Prozentwert. Anteil des Platzes, der durch ein LHM belegt wird.

3.8. Regale

Die Regal-Stammdaten gruppieren Lagerplätze zu Regalen und Gängen.

Beschreibung der Felder:
Name: Ein eindeutiger Schlüssel.
Gang: Der Bezeichner des Ganges, an dem das Regal liegt
Beschreibung der Funktionen:
Sortierung der Lagerplätze: Mit dieser Funktion werden die Kommissionierwege der Lagerplätze des Regals neu berechnet. Die Kommissionierwege basieren auf dem Sortier-Index des Lagerplatzes. Dieser Index wird mit diesem Dialog neu geschrieben. Ausgehend von einem Startwert bekommen die Lagerplätze abhängig von ihren X-, Y- und Z-Koordinaten eine neuen Sortier-Index.

Mit diesem Verfahren lassen sich für einen Gang verschiedene Wege beschreiben. Z.B. auf der einen Seite hin und auf der anderen zurück oder beide Seiten gleichzeitig. Verschiedene Gänge lassen sich über den Startwert synchronisieren. 

3.9. Lagerplätze

Als Lagerplatz wird jeder Stellplatz des Lager hinterlegt.Es gibt auch logische Lagerplätze, hinter denen nicht unbedingt ein konkreter Stellplatzstehen muss z.B. Wareneingang.

Das manuelle bzw. über Stapler bediente Lager besteht aus Regalen, die typischerweise rückseitig aneinander gefügt sind. Jedes Regal ist über eine Gasse, die vom Mittelgang abzweigt, erreichbar. Jedes Regal besteht aus Lagerfächern in horizontaler und in vertikaler Richtung. Der Bereich zwischen 2 Regalstehern wird als Feld bezeichnet. Alle Lagerfächer haben bestimmte Abmessungen und sind für die einfach tiefe Aufnahme von Ladehilfsmitteln (z.B. Europaletten) ausgelegt.
An den Traversen befinden sich die pro Lagerfach ein Etikett, auf dem der Lagerplatzname als Barcode und in Klarschrift sowie evtl. eine Prüfziffer kodiert ist.
Der Lagerplatzname muss visuell leicht erkennbar sein und zur Identifikation eingegeben oder eingescannt werden. Wird er per Barcode gescannt, sollte der Code möglichst kompakt ausfallen.
Eine logisch verständliche und leicht erkennbare Unterteilung ist in jedem Fall wichtig.

Beispiel:  A4-021-3

A4 = Regal oder Gang
02 = Feld im Regal
1 = Platz im Feld
3 = Ebene
Der Lagerplatz A4-021-3 bezeichnet also das vierte Regal in Halle A, dort im zweiten Feld das erste Lagerfach in der dritten Ebene.

 

Importieren von Lagerplätzen

Über den Menüpunkt 'Datei – Importieren - Regale & Lagerplätze' können XML Dateien im Microsoft Excel 2003 XML Format eingelesen werden. Eine Vorlage finden Sie hier.

Vorgehen:
1. Herunterladen der Vorlage
2. Öffnen der Vorlage in Microsoft Excel, OpenOffice Calc, LibreOffice Calc oder in einem XML Editor
3. Bearbeiten der Datei (Pro Lagerplatz eine Zeile) und speichern (im Microsoft Excel 2003 XML Format!)
4. Importieren dieser Datei

 Aufbau der Datei: 

Halle

Gasse

Regal

Fach

Ebene

Festplatzartikel

Fachtyp

Bereich

Kapazitätsbeschränkung

Mandant

X

 

3

011

1

 

Palette

Lager

1 EURO / Palettenfach

System

Detaillierte Beschreibung der Felder:
Halle:
Der Hallenbereich (A-Z)
Gasse: Die Gasse von der das Regal bedient wird (1...)
Regal: Die Nummer des Regals (1...)
Ebene: Die Ebene des Lagerplatzes (1...)
Fach: Das Fach des Lagerplatzes innerhalb der Ebene
Festplatzartikel: Die angegebene Nummer wird als Artikelnummer interpretiert. Diese wird dem Lagerplatz fest zugeordnet
Fachtyp: Ein vorhandener Lagerplatztyp
Mandant: Der Mandant, dem der Lagerplatz gehört. Meist ist dies der System-Mandant
Aus dem Beispiel wird folgender Lagerplatz generiert:
X3-011-1

Beschreibung der Felder:
Mandant: Ist der Lagerplatz einem Mandanten (außer Systemmandant) zugeordnet, dürfen nur Bestände dieses Mandanten auf dem Lagerplatz gelagert werden. Auf Lagerplätzen des Systemmandanten darf Material von jedem Mandanten gelagert werden.
Name: Ein eindeutiger Bezeichner.
Lagerplatzgruppe: Die Lagerplatzgruppe, der der Mandant
Bereich: Der Funktionsbereich, dem der Lagerplatz zugeordnet ist.
Typ: Der Lagerplatztyp. Regal: Das Regal, dem der Lagerplatz zugeordnet ist. X, Y, Z: Ganzzahlige Positionen des Lagerplatzes.
Feld: Das Feld, in dem der Lagerplatz liegt. Für Überbelegungen erforderlich Feld-Index: Position innerhalb eines Feldes.
Sortier-Index: Ganzzahliger Wert. Nach diesem Feld werden die Kommissionierwege sortiert.
Belegung (%): Anteil des Lagerplatzes, der Belegt oder für eine Belegung reserviert ist. Belegungsregel: Die aktuell verwendete Belegungsregel. Dieser Wert wird automatisch bei Belegung und Freigabe des Lagerplatzes von System gesetzt. Ändern sie diesen Wert nicht bei der Stammdatenpflege. Ladehilfsmittel: Eine Liste der Ladehilfsmittel, die auf dem Lagerplatz stehen. Letzte Inventur: Der Zeitpunkt, an dem der Lagerplatz zuletzt in einer Inventur gezählt wurde.

Beschreibung der Funktionen:

Entität sperren: Der Datensatz wird mit einem auswählbaren Sperrkennzeichen versehen.
Reservierungen freigeben: Es werden die vorhandenen Reservierungen / Belegungen vom Lagerplatz entfernt. Der Lagerplatz gilt damit als nicht mehr belegt und steht für neue Stellplatzsuchen zur Verfügung. Falls noch Material auf dem Platz steht, kann das zu schwer nachvollziehbarem Verhalten führen. Zählaufträge erzeugen: Für den Lagerplatz wird ein Inventur-Zählauftrag erzeugt – soweit möglich. 

3.10. Festplatzzuordnung

Mit der Festplatzzuordnung werden bestimmte Lagerplätze bestimmten Materialien zugeordnet. Diese Einstellungen werden z.B. für die Festlegung von fest zugeordneten Kommissionierplätzen benötigt.

Importieren von Artikeln

Über den Menüpunkt 'Datei – Importieren - Artikel' können XML Dateien im Microsoft Excel 2003 XML Format eingelesen werden. Eine Vorlage finden Sie hier.

 Vorgehen:

1. Herunterladen der Vorlage
2. Öffnen der Vorlage in Microsoft Excel, OpenOffice Calc, LibreOffice Calc oder in einem XML Editor
3. Bearbeiten der Datei (Pro Lagerplatz eine Zeile) und speichern (im Microsoft Excel 2003 XML Format!)
4. Importieren dieser Datei 

Aufbau der Datei:

 

Mandant

Nummer

Name

Beschreibung

LHM-Typ

Chargenpflicht

Einheit

System

21740001

Artikel 21740001

Beschreibung des Artikels 21740001

EURO

 

JA

Stk

  

Beschreibung der Felder:

Mandant: Der Mandant, dem der Artikel gehört Nummer: Die Nummer des Artikels Name: Der Name des Artikels Beschreibung: Die Beschreibung des Artikels LHM-Typ: Der Standard LHM Typ des Artikels Chargenpflicht: Das Kennzeichen für Chargenpflicht. (JA / NEIN) Einheit: Die Mengeneinheit des Artikels

4.3. EAN-Codes

Zusätzlich zu der Artikelnummer gibt es weitere Identifikatoren. Das können z.B. EAN- oder UPC-Codes sein. Es kann sich auch um eigene Codes der Hersteller der Ware handeln. Diese zusätzlichen Artikelnummern müssen eindeutig auf einen Artikel verweisen. Es ist nicht möglich über eine zusätzliche Nummer auf mehrere Artikel zu verweisen.

Beschreibung der Felder:
Nummer: Ein eindeutiger Bezeichner.
Artikel: Der betroffene Artikel
Index: ZBV
Hersteller: Der Hersteller des Artikels. Nur zur Info

4.4. Stücklisten

In den Stücklisten werden Artikel zu einer Stückliste zusammengefasst.

Dabei bildet ein Artikel den Master. Diesem Master werden beliebig viele Teilartikel zugeordnet.

Beschreibung der Felder:
Master: Der Master-Artikel.
Teil: Der Teil-Artikel.
Menge: Die Menge von Teilartikeln, die zur Bildung der Stückliste erforderlich sind.
Index: Sortierung der Liste.

 

5. Strategien

5.1. Einlagerstrategie

Mit Hilfe der Einlagerstrategie wird ein Stellplatz für das Material gesucht.

Beschreibung der Felder von Einlagerstrategie:
Name: Ein eindeutiger Bezeichner.
Benutze Zone Artikel: Die Stellplatzsuche berücksichtigt nur Lagerplätze, die dieselbe Zone haben, wie der Artikel.
Zone: Es werden nur Lagerplätze in der angegebenen Zone gesucht. Diese Einstellung ist nur dann aktiv, wenn 'Benutze Zone Artikel' nicht gesetzt ist.
Benutze Bereich Lager: Nur Lagerplätze in Funktionsbereichen mit 'Lager' werden verwendet.
Benutze Bereich Kommi: Nur Lagerplätze in Funktionsbereichen mit 'Kommissionierung'´werden verwendet.
Artikel mischen: Auf einem Lagerplatz dürfen verschiedene Artikel gemischt werden.
Mandantenplätze: Einstellung ob Platze des Mandanten bevorzugt behandelt werden.
Sortierung: Verschiedene Optionen zur Sortierung der Lagerplätze.

 

5.2. Auslagerstrategie

Mit Hilfe der Auslagerstrategien werden Einstellungen für Auslageraufträge getätigt. Sie betreffen sowohl die Auswahl der auszulagernden Bestände als auch die Durchführung der Auslageraufträge.

Die Strategie wird zusammen mit dem Auslager- oder Kundenauftrag in das System eingeschrieben. Sie ist damit nicht artikelabhängig.
Generell wird die Bestandsauswahl strikt nach FIFO durchgeführt. Allerdings gibt es Schalter, mit denen andere Kriterien höher gewertet werden.

Beschreibung der Felder von Auslagerstrategien:
Mandant
: Der Mandant, für den der Auslagerauftrag eingeschrieben wird
Name: Ein eindeutiger Bezeichner
Ziel: Eine Zielplatz für den Kommissionierauftrag
Index-Dialog: Steuert die Anzeige in der Auswahlliste bei manueller Auftragserstellung. (kleiner als 0 wird nicht angezeigt)
Versandauftrag erzeugen: Nach Abschluss der Kommissionierung wird automatisch ein Versandauftrag für den Kundenauftrag erzeugt.
Folgepicks erzeugen: Falls bei der Kommissionierung Mindermengen auftreten, wird automatisch versucht Ersatzmaterial zu finden.
Gesperrte Bestände verwenden: Es werden auch Bestände verwendet, die gesperrt sind.
Gesperrte Chargen verwenden: Es werden auch Chargen verwendet, die gesperrt sind.
Ungeöffnete Bestände bevorzugen: Kann für eine Position ein ungeöffnetes LHM komplett verwendet werden, wird dies entgegen FIFO genommen.
Passende Bestände bevorzugen: Kann für eine Position ein passendes LHM komplett verwendet werden, wird dies entgegen FIFO genommen.